Nordumgehung Langenzenn


Bebauungsplan Nr. 49 - Nordumgehung Langenzenn

  • Der Bebauungsplan umfasst 2 Planungsbereiche:
  1. Von der Würzburger Str. über die obere Bleiche und die Schlehenstr. bis zur Ziegelei Koramic nördlich der Bahnlinie unter Aufhebung der hier befindlichen Bahnübergänge als Kreisstraße FÜ11 mit dem Landkreis, der Bahn und dem Staat als Kostenträger (Stadt Langenzenn nur Gehwegebau)
  2. Von der Ziegelei Koramic mittels eines Brückenbauwerks abzweigend von der FÜ11 und einer Flutbrücke parallel nördlich zur Bahnlinie quer durch den Zenngrund bis zum Bahnübergang Raindorfer Weg.

Fakten zum Bebauungsplan Nr. 49 Nordumgehung Langenzenn

  • Ziele: Vom Landkreis Fürth und der Bahn wurde Teil 1 angeregt um die Kreisstrasse FÜ11 zu verbessern/erneuern, die Bahnübergänge in diesem Bereich aufzuheben (Sicherheit) und durch Kooperation bei dieser Planung Kosten zu sparen und die Sanctustorstraße zu beruhigen. Andernfalls müsste die Bahn mit finanzieller Beteiligung der Stadt und des Landkreises (je 1/3 der Kosten von ca. 1,5 Mio. Euro) die Bahnübergänge technisch sichern und die Kreisstraße im jetzigen Verlauf renoviert werden. Mit Teil 2 verfolgt die Mehrheit der Stadträte das Ziel, die gesamte Altstadt und Untere Ringstraße zusätzlich von Verkehr zu entlasten.
  • Kosten: Für den Neuausbau der Kreisstraße FÜ11 (Teil 1 Obere Bleiche und Schlehenstraße nördlich der Bahn) wurde eine Kostendrittelung der geschätzten ca. 4,5 Mio. Euro zwischen Bahn, Landkreis und Staat in Aussicht gestellt. Die Stadt Langenzenn müsste die Kosten für Gehwege in Höhe von ca. 250.000 Euro tragen. Für den Teil 2 von Koramic bis Raindorfer Weg liegt eine vorsichtige Schätzung des Staatlichen Bauamts in Höhe von 3,5 Mio. Euro Baukosten ohne Grunderwerb und Planungskosten vor. Hier gibt es derzeit keinerlei Aussicht auf eine Kostenbeteiligung des Kreises. Diese Kosten müssten die Bürger von Langenzenn tragen.

Leserbrief von Hans Schmidt

  • Umwelt: Insbesondere beim Teil 2 der Nordumgehung wird der Zenngrund als FFH-Gebiet mit seinem Öko-system und Naherholungs-wert in massiver Weise beeinträchtigt. Das inzwischen stattliche Wildhecken- und Baumbiotop zwischen Bahnlinie und Zenngrund, welches sich im Bereich des Bahnhofs über mehrere 100m bis zum Übergang Raindorfer Weg erstreckt würde komplett für die Straße abgeholzt. Der Zennverlauf im Bereich der Ziegelei Koramic würde durch ein Betonbauwerk verändert und die hohen Erlen in diesem Bereich ebenfalls abgeholzt.
  • Verkehr: Nach Verkehrsgutachten 2007/08 ergab sich folgende Prognose: 
    Diese Verkehrszählungen aus 2007 berücksichtigen nicht die tatsächliche Entwicklung der Verkehrssituation in der Altstadt. Insbesondere der zusätzliche Quellverkehr zu den Schulen (Realschulneubau) würde nicht durch eine Nordumgehung verbessert. Zudem ist 80% des Verkehrsaufkommens der Bleiche und der Innenstadt Quellverkehr mit innerstädtischen Zielen. Wenn der Verkehr aus Nordwesten und Nordosten ausschließlich über die Nordum-gehung geführt wird, wird an der oberen Bleiche und Schlehenstraße die Verkehrsbelastung deutlich zunehmen und evtl. auch zusätzlichen Durchgangsverkehr anziehen und die Ge-schäfte in der Altstadt würden zugunsten des östlichen Einkaufsschwerpunkts weiter an Kundschaft verlieren. Es sollte eher durch verkehrsberuhigende Maßnahmen, Werbung für Einkauf zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Bübla und für die geschaffenen Parkflächen am Rande der Altstadt geworben werden, statt Millionen an Steuergeldern für neue Straßen auszugeben.

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